So sind wir 1987 auf den Hund gekommen  . . . .

als unser Sohn  geboren wurde, war unsere Tochter  4 Jahre alt.

Unser Sohn war ein Schreikind, 

und das mit Vorliebe nachts, und tagsüber

musste ich mich um unsere 4 jährige Tochter kümmern.  

Nach ca. 6 Wochen war  ich nervlich am Ende.

Unsere Tochter ging zu dieser Zeit in den Kindergarten 

und so hatte ich  vormittags etwas Zeit,

als sie auch am Nachmittag in den Kindergarten wollte, 

war ich froh, dass es ihr dort so gut gefiel.

Es dauerte nicht lange und sie zog sich immer mehr zurück, 

eigentlich  war sie ein fröhliches Kind und spielte

gerne mit ihren Freunden,  

bei uns zuhause, und doch wurde sie immer ruhiger...

Ich begann mir Sorgen zu machen, 

denn jetzt hatte sie auch seltsame Krämpfe  und  Bauchweh.

Wir  suchten einen Arzt auf, der zunächst mit uns Allen und dann

mit unserer Tochter alleine gesprochen hat.

Nach diesem Gespräch sind wir mit dem Rat nach hause gefahren,

ein Haustier für unsere Tochter zukaufen. 

Zum einen sollte dieses Tier sie trösten wenn ich 

keine Zeit für sie hatte, 

und zum anderen sollte dieses Tier auch ein Bindeglied 

zwischen allen Familienmitgliedern sein.

Was sollte es denn sein?

Eine Katze?  -  Ein Hund?  -  Ein Hamster?  -  Ein Meerschweinchen?

Es wurde ein Hund,

einer der nicht haart, einer der nicht zu groß ist,

einer der leicht erziehbar ist, 

einer mit dem man überall willkommen ist..

   

Ein Pudel

 

 

Das ist also Trixie,  

unser Therapie-Hund.

 

Sie kam als Mädi vom Penterlingerhof, zu uns ins Haus

und unsere Tochter hat dann aus Mädi, eine Trixie gemacht.

Schon vom ersten Tag an, 

hat dieser kleine schwarze Wollknäul mit Kulleraugen,

gewusst was sie wollte !

Wer könnte da schon wiederstehen?

 

Es ist tatsächlich genau das eingetreten 

was uns der Arzt vorausgesagt hatte.

 

Unsere Tochter hatte ein Haustier das immer Zeit für sie hatte.

Trixie wartete immer ! 

Und so war eine gute Freundin immer da.

Eine Freundin die auch Geheimnisse für sich behalten konnte, 

die immer gut gelaunt war,

mit dieser Freundin konnte man auf steile Hügel klettern 

und im Garten baden,

man konnte aber auch einfach nur faul in der Sonne liegen 

oder zusammen ein Eis essen.

Einfach und doch genial !

 

Unser Sohn hatte ganz vergessen 

sich selbst immer in den Vordergrund zu spielen.

Diese kleine Wollmaus war auf der gleichen Ebene wie er  

- auf dem Boden - !

Überall wo er hinkam  -  kam auch Trixie hin !

Was liegt da näher, als mit dem Kumpel auf einer Decke,

auch einen Keks zu teilen 

oder mittags zusammen ein Schläfchen zu halten

und abends war unser Sohn nur noch  sooooo müde !

(danke Trixie)

 

Mein Mann und ich haben diesen kleinen Feger

oft aus einem Bett von  unseren Kindern geholt.

(nicht unbedingt weil wir nicht wollten das sie darin schläft,

sondern weil wir auch noch etwas mit ihr schmusen wollten!)

Sie hat es geschafft,

nicht Bindeglied  der Familie - - -

sondern

 

 Familienmitglied  zu sein

"Unsere Trixie"

 

Leider lebt Trixie nicht mehr,

aber in unserem Herzen

wird sie immer weiterleben.

Trixie wir vermissen dich !

Einen zweiten Hund  ? ? ?

 

und das kam so . . .

Ich bin auf eine Pudelausstellung gefahren, einfach nur so.

 In Frankfurt sah ich das erste mal Pudel, 

mit Schuren die mir völlig fremd waren

(merken sie, ich drücke mich vorsichtig aus)!

Ich war erstaunt was man alles mit einem Pudel machen konnte.

Und dann, in einem Meer von Fell, 

konnte man zwei wunderschöne Augen sehen  

und eine lackschwarze Nase.

Für mich war es Liebe auf den ersten Blick.

 

Zu hause ging es dann los . . .

 Brauchst du einen zweiten Hund?

Ich:  - - - Ja - - -

 Warum denn noch einer?

Ich:  Ich habe mich verliebt!

 Du hast doch genug zu tun!

Ich will  ihm nicht wiedersprechen (ich bin eine gute Ehefrau!)

 Also mir reicht die eine!

Ich:  Diese ist ja auch nicht für dich  - - - die ist für mich - ! 

 

So kam unser zweiter Pudel  -  meine Ginette - zu uns nachhause.

Von nun an,

 schliefen also zwei Pudel bei meinem Mann im Bett. ggg***

Gut gemacht Mädels!

Wir haben es nie bereut einen zweiten Hund dazu zunehmen,

denn nun hatte unsere Trixie eine ebenbürtige Spielgefährtin und

Ginette hatte eine große Schwester.

Ginette ist und bleibt mein Seelen-Hund, 

sie ist mit mir verbunden in einer ganz besonderen Art.

Kein Mensch kann seinem Hund einen Hundefreund ersetzen 

- niemals -

und ein Hund kann nicht einen Menschen ersetzen 

- auch wenn viele das gerne glauben möchten. -

  

Mit Ginette habe ich auch gezüchtet.

 

  Am 07.10.2005 musste ich Abschied nehmen von meiner lieben Ginni.

 Ich kann erst heute darüber schreiben und es fällt mir immer noch sehr schwer.

 Nach dem sie 1 Woche lang schlecht gefressen hat

 und wir  uns mit unserm Tierarzt abgesprochen hatten

 bekam sie eine Aufbauspritze und an 2 Tagen jeweils eine Infusion.

 Als ich dann noch einmal in die Praxis kam und ein langes Gespräch mit ihm hatte,

 sagte er mir klar und deutlich, was ich selbst wusste aber nicht wahr haben wollte,

 und so habe ich das schwerste getan was ich tun konnte,

 sie ist in meinen Armen friedlich eingeschlafen mit dem Vertrauen in mich,

 dass ich ihr helfen werde.

 

Die Erinnerung ist das einzige Paradies,

 aus welchem wir nicht vertrieben werden können.

                                                                                                             Jean Paul

Top